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Sind Sie eine Gelegenheitskäuferin?

Ja und nein. In Kleiderfragen gehe ich strategisch vor und kaufe (wie man es den Männern nachsagt) meist nach Bedarf: Ich checke zweimal im Jahr meine Garderobe und probiere neue Kombinationen und Styles mit den Sachen aus, die ich schon habe. Daraus ergibt sich eine Wunschliste mit wichtigen Teilen, die ich unbedingt brauche oder haben möchte und „Nice-to-haves“. Mit dieser Wunschliste im Hinterkopf marschiere ich oft im Vorbeigehen in Läden und finde dabei meine geplanten Gelegenheitskäufe. Aber natürlich habe ich auch schon völlig unvorhergesehen vor einem Kleid gestanden, das „meinen Namen rief“ ;-).

Ihr größter Fehlkauf war…..

Schuhe. In meiner Jugend habe ich oft zu kleine Schuhe gekauft, weil meine lange Größe damals für Frauen noch nicht vorgesehen war. Allerdings sind auch heute die Sortimente in großen Größen meist noch sehr bescheiden. Ich wollte doch aber genauso hübsch sein wie die anderen Mädchen! Deshalb habe ich meine Fußgesundheit dem modischen Verlangen untergeordnet.

Haben Sie in einem Geschäft das Smartphone griffbereit, um zu schauen, was ein Produkt online kostet?

Nein, ich komme aus dem Handel. Dieses Gegeneinander-Ausspielen von stationären Anbietern und den Online-Shops finde ich unfair. Ein Ladengeschäft nimmt es auf sich, Sortimente zusammenzustellen, zu lagern und zu präsentieren. Es zahlt die Ladenmiete und ein hoffentlich ausgebildetes Personal – alles Kosten, die sich ein Online-Anbieter „schenkt“ und darum preisaggressiver anbieten kann. Meist versendet der Onlinehändler die Ware nicht einmal selbst, sondern lässt das den Hersteller tun und stellt nur die Rechnung.

Auch kann ich die Ware im Laden anfassen und fühlen und mir ein so Bild von ihrer Qualität machen, im Netz geht das nicht. Dieses Feilschen um ein paar Euro hat wenig Stil – da halte ich es ganz mit meinem Interviewpartner Marc vom Ende, mit dem ich in „Clever konsumieren“ das Gespräch über Parfums und Düfte geführt habe …